Ungarn - Hortobágyi-Nationalpark - in Arbeit

Ich war dort im Frühsommer in der zweite Juniwoche 2025.
Der Artenreichtum in diesem Nationalpark ist sehr beindruckend und ermöglichte mir intensive Vogelbeobachtung. Zum ersten Mal war ich in einem Urlaub nur im Ansitz und die Zeit verging wie im Flug. 
Die Blauracke war mein Favorit für diese Reise, sie brütet in Höhlen und nimmt auch künstliche Höhlen an. Sie brütet alleine und nicht in Gesellschaft wie die Bienenfresser. Zum ersten Mal konnte ich diesen wunderschönen Vogel beobachten, der früher auch bei uns in Deutschland anzutreffen war.
Ich war auch sehr beeindruckt von den Beobachtungen bei den Bienenfressern.  Die Bienenfresser brüten dort im Sandboden, anders als ich es vom Kaiserstuhl kenne. Sie waren noch intensiv am Werben und Überbringen von Brautgeschenken. Tolle Beobachtungen!


Am Brutplatz der Blauracke

Die Krähen flogen auch um den Brutkastern herum, die Dohle war an dem Brutplatz direkt interessiert, saß obendrauf und auch auf dem Ansitz davor.


Am Brutplatz der Bienenfresser

Die Libelle und die Liebe

So viele Geschenke!

Der Brutplatz der Bienenfresser war auch bei anderen Vögeln gefragt. Ein Wiedehopf kam vorbei auf der Suche nach einem Brutplatz. Und junge Wiesenschaftsstelzen tauchten immer wieder auf. Dann flog auch noch der Schwarzstorch über das Gebiet. Und die Rinder marschierten auch einmal nah am Brutplatz vorbei, siehe auch weiter unten.


Wasserstelle im Wald


Beim Steinkauz

Und dann waren da plötzlich Wiedehopf und Steinkauz gleichzeitig auf einem Ast. Der Wiedehopf war höchst erregt, das passte ihm gar nicht mit dem Steinkauz! Sein Kopf ging rauf und runter, die Raupe fiel raus und er schrie vor sich hin. Der Kauz war eher genervt und guckte einige Zeit weg.


Die Rotfussfalken


Im Schilf

Hier war das Fotografieren etwas mühsam (für den Nacken), da wir zum Teil auf dem Bauch liegen mussten. Zusätzlich gab es viele Mücken! Und das Licht war dort untem im Schilf gering.


Beim Neuntöter

Hier wurden wir von einem heftigen Gewitter überrascht. Danach klarte es aber doch schnell wieder auf. Ein Neuntöter zeigte sich und in der Ferne auch ein weiblicher Neuntöter. Ein Wiedehopf suchte einen Brutplatz und seine 2 Jungen tauchten nach dem Regen ziemlich nass auf und wollten unbedingt noch gefüttert werden. Der lange spitze Schnabel der Mutter wurde nun eher zum Dolch und piekte heftig die Jungen, die weiter bettelten. Zwischendurch flog der erwachsene Wiedehopf direkt an die Scheibe unserer Beobachtungshütte und betrachtete sich in der Spiegelung.


Bei der Lodge

Gleich nach der Ankunft auf dem Weg zur Vorbesprechung im Restaurant lief neben dem Gebäude ein Hirschkäfer. Vor der Lodge suchte ein Kiebitz nach Futter. Den immer laut rufenden Stelzenjäger habe ich vergessen zu fotografieren. Die Nachtigall sang immer 2 Büsche weiter als ich mit der Kamera stand. Überhaupt war wenig Zeit die Umgebung der Lodge zu erkunden, auch dort gab es bereits so viel zu sehen.


Auf dem Weg zu den Bienenfressern

Die Landschaft beim Bienenfresserbrutplatz war sehr schön. Sie wurde von unterschiedlichen Rinderrassen bewirtschaftet, die uns neugierig angucken kamen, als wir sie neugierig angeguckt haben. Sie kamen dann später recht nah an die Beobachtungshütte heran und standen teilweise auf dem Brutplatz. Dann zogen sie aber weiter.