Döberitzer Heide

Sielmanns Naturlandschaft

"Wisente & Weite vor den Toren Berlins

Wisente schubbern sich an alten Eichen, Przewalski-Pferde galoppieren über staubige Sandflächen und scheues Rotwild verbirgt sich hinter hohen Ginsterbüschen. Die Begegnung mit Wisent und Wildpferd, Wildbiene und Wiedehopf macht einen Ausflug durch Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide zum Abenteuer in der Natur. In einem einmaligen Naturschutzprojekt unmittelbar vor den Toren von Berlin und Potsdam hat die Heinz Sielmann Stiftung auf dem früheren Truppenübungsplatz Döberitz fast ausgestorbene Wildtierarten angesiedelt. Erlebnishungrige finden hier auf ausgewiesenen Waldwegen eine beeindruckende Artenvielfalt." (Heinz Siemann-Stiftung).

Die Heinz Sielmann Stiftung hat auf ca 3600ha eines ehemaligen Truppenübungsplatzes ein Naturschutzgebeit gestaltet, dass uns interessiert hat und wir es daher im Juni 2026 besucht haben. Die große Kernzone in der Mitte hat einen Fußweg herum von 22 km. Die Kernzone ist mit Elektrozäumen gesichert und dort leben die Wisente, die Przewalski-Pferde und die Rothirsche. Es hat sich auch ein Wolfsrudel angesiedelt. Allerdings ist für kleinere Tiere der Zu- und Abgang aus /in die Kernzone möglich. Im südlichen Teil der Döberitzer Heide befindet sich noch ein Truppenübungsplatz.

Die Sielmann-Stiftung hat eine App erstellen lassen, die "Biodiversity", die eine gute Orientierung im Park ermöglicht und auch einige zu den Tieren erklärt.

Wir sind mit dem Zug von Berlin-Spandau in wenigen Minuten nach Dallgow-Döberitz gefahren und haben dort eine knappe Woche im Hotel gewohnt und Fahrräder gemietet. Allerdings ist das Radfahren in der Naturlandschaft nicht zu empfeheln, ist ist zu sandig. Wir waren immer zu Fuß im Gebiet unterwegs.

Die Gebiete um die Wildniskernzone sind an verschiedene Landwirte vergeben, die dort mit Wasserbüffeln, Galloway-Rindern und Konikpferden die Bewirtschaftung / Landschaftspflege betreiben.

Blick vom Aussichtsturm

Die Landschaft wirkt oft sehr leer, das Gebiet ist so weitläufig, dass weniger zu beobachten war als ich erhofft hatte.

"Landschaftspfleger" Wisent

Und dann tauchte doch ein Wisent auf, in recht großer Entfernung, und ich hatte den Eindruck, dass wir uns gegenseitig beobachteten. 130 Wisente leben in der Kernzone. Der europäische Bison ist sogar größer als der amerikanische Bison.

Wasserbüffel

Die Wasserbüffel konnten wir besser beobachten, ihr Gebiet ist kleiner und einige der Tränken standen nahe am Weg.

Galloway-Rinder

So eine blonde Lockenpracht! Wunderbar! Jedes sah anders aus. Alle arbeiten in der Landespflege für den Naturschutz!

Vögel

Auf den Wiesen gab es immer mal wieder Haufen mit Holz und Metallresten (vom Truppenübungsplatz?), die nun gut geeignet waren als Kinderstube für verschiedene Vogelfamilien. Eine Steinschmätzerfamilie konnte ich aus der Ferne beobachten. 

Eine Dorngrasmücke sang sehr kräftig ihr Lied. Die Heidelerche ist hoch hinauf geflogen, zu meinem Leidwesen, ich hätte sie gerne näher mal fotografiert.

Mit der Bestimmung der Falter, insbesondere der Bläulinge, tue ich mich schwer und habe deshalb auch mehr Bilder aufgenommen, um die Bestimmung ggf. noch besser überprüfen zu können. Fliegen und Käfer waren in Paarungslaune.